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Problemstellung/Thema:
Ein Parasit ist ein wichtiger Bestandteil im Ökosystem, doch können sie auch einige Krankheiten bei Tier und Mensch verursachen. Stellen Parasiten in Fischen eine Gefahr für Fischerei dar und sollte man sie deshalb aktiv bekämpfen - oder richtet man so noch viel mehr Schaden an?

Unterrichtsmaterial für:

Klasse 8-10

bis zu 12 Schulstunden

deine Schule erhält:

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3 oder 6 Monate Zugriff auf das Unterrichtsmaterial

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2 Wochen lang Experimente direkt in deine Schule

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ab 129,99€

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*Eine kostenlose Umbuchung, ohne Angabe von Gründen, ist bis zwei Wochen vor Erhalt der Experimente problemlos möglich.

Bekämpfung von Parasiten
Auswirkungen auf das Ökosystem?

Lehrplan-Schnittstellen

Experimente & Tools

Sketchnoting-Präsentationstechnik

Miro-Mindmapping

Canva

Coffee-to-go Methode

4 verschiedene A3-Schaubilder

Rollenspiel-Diskussion

Mitwirkende WissenschaftlerInnen

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Jan Lakemeyer, ehemaliger Wissenschaftler ITAW

*ehemalig an der TiHo tätig

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Lotte Caecilia Striewe

Dr. Jan Lakemeyer

Parasitologie

Pathologie u. Parasitologie

 

Parasitismus

Immunsystem / Immunreaktion

Belastungsfaktoren

menschl. Einflüsse

Rolle im Ökosystem

Szenarien im Ökosystem

Zoonosen

wissenschaftlich argumentieren

Forschungsarten

Mirkoskopie 6 verschiedener Parasiten

Sketchnoting

Aufgaben-Strukturplan
(Linienmodell)

Aufgabe 1 (20-25min):
Wirt-Parasit-Beziehung

*Aufgabe 2 (30-45min):
Zombie-Parasiten

Aufgabe 3 (35-45min):
Mikroskopie

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Aufgabe 4 (30-45min):
Zoonosen

Aufgabe 5 (35-45min):
Immunreaktion

Aufgabe 6 (35-45min):
Belastungsfaktoren

Aufgabe 7 (30-45min):
Szenarien im Ökosystem

Aufgabe 8 (45-60min):
wissenschaftliches Projekt

Finale Aufgabe (60-80min):
Konfliktlösung Fischerei vs. Terschutz

*Die hier aufgeführte Arbeitsmethode ist lediglich eine Empfehlung. Die Lehrkraft kann selbstverständlich frei entscheiden, welche Aufgaben und welcher Struktur die Gruppen arbeiten sollen.

 

Aufgabe 1: Wirt-Parasit-Beziehung

20-25min

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Der Einstieg in die Forschungskiste „Bekämpfung von Parasiten“ dreht sich rund um das Thema des Wirtszyklus. Welche Grundbegriffe gibt es zum Wirtwechsel und worin liegt der Unterschied zwischen Zwischen-, End- und Fehlwirte? Wie jede WissenschaftlerInnen müssen sich die SchülerInnen vor dem Erforschen ein grundlegendes Wissen aneignen, um auf gute Ergebnisse in den Experimenten und der finalen Aufgabe zu kommen.

Parasitismus-Grundlagen

Wirtszyklus Hund

Wirtszyklus Schweinswal

Wirtszyklus Hund

 

*Aufgabe 2: Zombie-Parasiten

30-45min

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Um die Biodiversität im reich der Parasiten näher zu betrachten, werden in dieser Aufgabe die unterschiedlichste Arten in Form eines Steckbriefes vorgestellt. Die SchülerInnen erhalten so wichtige Informationen wie Aufbau des Parasiten, Zielwirte, ausgelöste Krankheit, Symptome auf Mensch und Tier (wenn vorhanden), Verbreitung, Wirtszyklus und Behandlung bei Infektion. Zu jedem Parasiten gibt es ein Video, um die Folgen einer Infektion visuell betrachten zu können.

Artenkenntnis

spezielle Formen des Parasitsmus

kreatives Schaubild

Flat-Icons in Präsenationen

Parasitensteckbriefe

 

Aufgabe 3: Mikroskopie

35-45min

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Mit digitalen Mikroskopen, die mit IPad, Laptop oder Handy verbunden werden können, erforschen die SchülerInnen nun selbst Parasiten, um die Artenvielfalt weiter kennenzulernen. Zur Unterstützung erhalten sie von uns Informationstexte, Bilder, Symptome und Lebenszyklen, die sie dem richtigen Parasiten zuordnen müssen.
Die Fakten erhalten die SchülerInnen über ein Interviewe von der fiktiven Expertin Frau Dr. Marsouin. Am Ende dieser Aufgabe hat man zu jedem Parasiten ein übersichtliches Schaubild mit anschaulichen Informationen.

Parasiten der Nord- und Ostsee

Räuber-Beute-Beziehung

Mikroskopie 6 verschiedener Parasiten

Mindmapping

Expertin-Interview

Parasiten-Steckbriefe

 

Aufgabe 4: Zoonosen

30-45min

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In dieser Aufgabe wird das Thema Zoonose im ersten Teil mit deren Folgen beim Menschen von den SchülerInnen näher betrachtet. Informationen zu den Symptomen, Infektionsgründen und Behandlungen werden in einem Gespräch zwischen Arzt und Erkrankten erläutert. Die SchülerInnen erstellen daraus eine Patientenakte, in der alle wichtigen Fakten aus der Unterhaltung gesammelt werden. Im zweiten Teil handelt es sich um die Diagnose und Behandlung des Magenwurms bei Wildtieren und deren Vor- und Nachteile.

Zoonosen

Prävention

Diagnose u. Behandlung Parasit

Humanbiologie

Arztgespräch

Patientenakte

 

Aufgabe 5: Immunreaktion

35-45min

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Die Infektion mit einem Parasiten bringt mal schwere, mal leichte Symptome mit sich. Doch was passiert in dem Körper, welche Abwehrstufen werden eingeläutet, wenn es sich der ungebetene Gast im Immunsystem gemütlich macht. Welche Aufgaben haben Enzyme, Fresszellen, Helferzellen, Plasmazellen, Haut, Schleimhäute… Die SchülerInnen müssen die einzelnen Bestandteile der jeweiligen Abwehrstufen zuordnen, wodurch sie am Ende einen übersichtlichen Ablauf der Immunreaktion erarbeitet haben.

Immun-Abwehrstufen

Immunsystem Bestandteile

Immunreaktion auf Parasitenbefall

Rolle des Parasiten gegenüber Wirt

Rolle des Menschen gegenüber Wildtier

A3-Schaubild-Immunabwehrstufen

A3-Schaubild-Immunreaktion-Magenwurm

 

Aufgabe 6: Belastungsfaktoren

35-45min

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Parasitismus und dessen Rolle im Ökosystem wird in dieser Aufgabe näher betrachtet, indem als Einstieg natürliche und unnatürliche Belastungsfaktoren herausgearbeitet werden. Damit die SchülerInnen verstehen, dass natürliche Belastungsfaktoren für das Gleichgewicht im Ökosystem verantwortlich sind, erarbeiten sie ein Schaubild zum Faktor Nahrungsmangel und Parasiten. Dadurch wird die tragende Rolle des Parasiten im Ökosystem eindeutig. Abschließend wird eine Diskussionsrunde mit dem Thema „Relevanz der natürlichen und unnatürlichen Belastungsfaktoren im Ökosystem“.

abiotische u. biotische Umweltfaktoren

Zusammenhang Umweltfaktoren u. Belastungsfaktoren

Gleichgewicht im Ökosystem

Rolle des Parasiten im Ökosystem

Auschneide-Schaubild-Belastungsfaktor Nahrungsmangel

Auschneide-Schaubild-Belastungsfaktor Parasiten

 

Aufgabe 7: Szenarien im Ökosystem

30-45min

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Es werden zwei Szenarien simuliert, um die Wechselbeziehung zwischen Lebewesen und Natur nachzuvollziehen:

  1. Durch eine eingeschleppte und somit unbekannte Parasitenart infizieren sich Fische und Seehunde und sind dem Belastungsfaktor zum Opfer gefallen

  2. Der bekannte Parasit „Magenwurm“ verschwindet plötzlich und für alle Ewigkeit

 

Es folgt eine Diskussionsrunde im Plenum, um die verschiedenen Szenarien und deren Folge zu bestimmen. Anschließend wird anhand eines Schaubildes, in dem das Ökosystem des Magenwurms aufgeführt wird, Belastungsfaktoren für den Seehund ermittelt.

Populationsentwicklung prognostizieren

Belastungsfaktoren erkennen

Zukunftsszenarien erstellen

Canva-Diagram

 

Aufgabe 8 + finale Aufgabe

45-60min

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Damit die finale Aufgabe gelöst werden kann, benötigt es fachliches Wissen zu wissenschaftlichen Projektarbeiten.

Wie forschen die WissenschaftlerInnen und welche Arten der Projektarbeiten gibt es? Die SchülerInnen erkunden die Welt des Forschens, indem sie eine Zusammenfassung aktueller Projektarbeiten der Stiftung Tierärztlicher Hochschule Hannover erhalten. Handelt es sich um Grundlagen- oder angewandte Forschung, liegt eine experimentelle oder nicht-experimentelle Forschung vor und wurde eine Querschnitts- oder Langzeitforschung genutzt, um auf die Ergebnisse zu kommen. Jede Gruppe stellt ein Projekt vor, ohne die Art des Forschens zu nennen, denn das ist die Aufgabe der Zuhörer. So erarbeitet man sich ein gutes Wissen, welches in der finalen Aufgabe zum Tragen kommt.

In der finalen Aufgabe werden drei Gruppen gebildet, die FischerInnen, die TierschützerInnen und die WissenschaftlerInnen. Im Mittelpunkt steht die kontroverse Aussage der FischerInnen, die Populationsgröße der Seehunde zu begrenzen. FischerInnen vermuten, dass die steigende Anzahl an Seehunde mit der steigenden Anzahl an mit Magenwürmern infizierten Fischen zusammenhängt. Ein Beweis für diese Theorie fehlt jedoch, weshalb die SchülerInnen nun selbst eine vereinfachte wissenschaftliche Studie zu dem Thema schreiben müssen. Die „Coffee-To.Go“ Methode lockert die Stimmung und dient der offenen Kommunikation zu den unterschiedlichen Vorgängen bei der Arbeit.

60-80min

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Bekämpfung des Parasitismus bewerten

Konflikt Wirtschaft vs Tier- u. Naturschutz

Forschungsarten im Vergleich

6 verschiedene Forschungsprojekte

Sketchnoting-Präsentation

Rollenspiel-Diskussion

Coffee-to-go Methode

Monitoringpläne als Lösungsansätze erstellen